Details

Ort

Strasbourg

Librairie Kléber, Salle Blanche
Termin
18 März 2020
Preis
Eintritt frei
Info

ARSMONDO INDIEN

Über das Stück

Frauen in der zeitgenössischen indischen Literatur und Gesellschaft

Was viele in Europa nicht wissen: In Indien gibt es heute eine beeindruckende Zahl grandioser Schriftstellerinnen, engagierter intellektueller Frauen und unverzichtbarer Verlegerinnen. Kann also von einer spezifisch weiblichen Sicht auf die indische Geschichte die Rede sein? Von einem bestimmten Erzählstil der Frauen? In Zusammenarbeit mit Christine Cornet, Leiterin der Abteilung „Bücher, Ideen und Wissen" am Institut français in Neu-Delhi, laden wir Sie ein, drei Frauen mit sehr unterschiedlichen intellektuellen und beruflichen Werdegängen kennenzulernen, die in ihren Romanen und Essays einen ganz eigenen Blick auf die zeitgenössische indische Gesellschaft werfen.


Die ehemalige Chefredakteurin der „New York Times" Mira Kamdar schreibt heute für die französische Wochenzeitung „Courrier international". Um ihren eigenen Ursprüngen näher zu kommen, verfasste sie die Biografie ihrer Großmutter (Motiba's Tattoos: A Granddaughter's Journey Into Her Indian Familiy's Past). Sie veröffentlichte ebenfalls mehrere Essays über das heutige Indien, darunter Planet India: The Turbulent Rise of the World's Largest Democracy and the Future of our World (Scribner 2008), sowie 80 mots de l'Inde (L'Asiathèque 2018). Nach einem ersten Band 2017, veröffentlichte die Essayistin, Historikerin und Künstlerin Aanchal Malhotra 2019 den zweiten Band über das grausame und schmerzhafte Thema der Teilung Indiens und Pakistans im Jahr 1947: Remnants of Partition: 21 Objects from a Continent Divided (HarperCollins), der im Mai dieses Jahres erstmals in französischer Übersetzung erscheint. Ihre Arbeit wurde von der englischsprachigen Kritik mit großer Begeisterung aufgenommen. Anuradha Roy gehört zu den berühmtesten Schriftstellerinnen Indiens, ihre Romane erschienen auf zahlreichen Sprachen und dank der bei Actes Sud veröffentlichten französischen Übersetzungen ist sie auch bei den frankophonen Leser⋅innen sehr beliebt. Unter anderem für ihre Romane An Atlas of Impossible Longing (2009), The Folded Earth (2012) und Sleeping on Jupiter (2015) erhielt sie zahlreiche bedeutende Auszeichnungen. Ihr jüngster Roman All The Lives We Never Lived erscheint diese Frühjahr auch als erster auf Deutsch in der Übersetzung von Werner Löcher-Lawrence: Der Garten meiner Mutter (Random House).

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