Les Ailes du désir
Bruno Bouché
In Zusammenarbeit mit der Compagnie Retouramont, assoziierter Künstler.
Ballett in zwei Akten nach Wim Wenders Film Der Himmel über Berlin, 1987.
Uraufgeführt am 30. Oktober 2021 an der Opéra national du Rhin.
Wiederaufnahme.
Ein Stück für das gesamte Ensemble.
Aufführung mit aufgezeichneter Musik.
Wim Wenders wird vom Verlag der Autoren vertreten.
Details
Mulhouse
La Filature
Straßburg
Opéra
Einschließlich Pause.
Damit Sie sich besser auf die Werke einstimmen können, die Sie gleich erleben werden, laden wir Sie ein, eine Stunde vor der Vorstellung an einem „Prolog“ teilzunehmen – einer kurzen Einführung von 30 Minuten.
Besetzung
Choreografie Bruno Bouché Musikalische Dramaturgie Bruno Bouché, Jamie Man Musik Anohni and the Johnsons, John Adams, Jean-Sébastien Bach, Jamie Man, Olivier Messiaen, Einstürzende Neubauten, Steve Reich, Jean Sibelius Dramaturgie Christian Longchamp Bühnenbild Aurélie Maestre Kostüme Thibaut Welchlin Licht David Debrinay Video Etienne Guiol Künstlerische Begleitung Fabrice Guillot
Künstler·innen
Über das Stück
Die Engel Damiel und Cassiel schweben über der Welt und lauschen den inneren Stimmen der Berliner⋅innen. In Der Himmel über Berlin (frz. Titel: Les Ailes du Désir) malt Regisseur Wim Wenders sich aus, dass eines der beiden himmlischen Wesen das menschliche Dasein erfahren möchte. Aus Liebe zu einer Frau verzichtet Damiel auf die Unsterblichkeit und entdeckt die Freuden der Sinne und das Bewusstsein für das Leben.
Inspiriert von dem Filmklassiker hat Bruno Bouché ein großartiges Ballett konzipiert, das die Geheimnisse der Inkarnation, also der Essenz des Tanzes, ergründet. Er greift einige symbolträchtige Motive der Vorlage auf, folgt zunächst dem Handlungsstrang und wagt sich schließlich über das Ende des Films hinaus. Begleitet wird das Ganze musikalisch mit Werken von Bach, Sibelius, Steve Reich, der Band Anohni and the Johnsons und der Komponistin Jamie Man.
Durch die Kombination von klassischer Tanzsprache, zeitgenössischen Elementen und dramatischer Gestaltung fängt der Choreograf die Kraft des Lebens ein, das alltägliche Staunen, das jeder Mensch erlebt – eine Hommage an die Empfindungen unserer Sinne: den Atem, das Schweben des Körpers, den Impuls, das Kribbeln auf der Haut, die Berührung einer Liebkosung, die Landung nach einem Sprung. Bruno Bouché vereint das gesamte Ballett zu einem zutiefst poetischen künstlerischen Erlebnis: eine Einladung, uns darauf zu besinnen, was unseren Lebenswillen wirklich beflügelt.








