Intendanz
Alain Perroux
Chrysoline Dupont, neue Generaldirektorin der Opéra national du Rhin ab 2026
Nach einem strengen Auswahlverfahren, das gemeinsam von den Städten Straßburg, Colmar und Mulhouse, dem Kulturministerium und der Region Grand Est gemeinsam durchgeführt wurde, hat die Auswahljury dem Gewerkschaftsausschuss der OnR die Ernennung von Chrysoline Dupont zur Generaldirektorin der Opéra national du Rhin mit Wirkung zum 1 Juli 2026 vorgeschlagen. Diese Ernennung wurde von der Kulturministerin genehmigt.
Chrysoline Dupont wird am 1 Juli 2026 die Nachfolge von Alain Perroux antreten, der seit Januar 2020 an der Opéra national du Rhin tätig ist. Als designierte Generaldirektorin wird sie ab September 2024 die Vorbereitung und Programmgestaltung der Spielzeit 2026/27 und der folgenden Spielzeiten übernehmen.
Der Gewerkschaftsausschuss der OnR freut sich, Chrysoline Dupont willkommen zu heißen, die zweite Frau, die in der Geschichte der Opéra national du Rhin das Amt der Generaldirektorin übernimmt.
Anne Mistler
Präsidentin der Opéra national du Rhin
Biografie
Chrysoline Dupont, die 2004 ihr Studium an der Sciences-Po Paris abschloss, folgte 2007 der Einladung von Gérard Mortier, als Projektbeauftragte in sein Team an der Opéra national de Paris einzutreten. Ihr wurde die Aufgabe übertragen, das Programm „Opéra-Université“ sowie die Verwaltung des Studio Bastille und des Amphithéâtre neu zu beleben.
Im Jahr 2009 wechselte sie zum Team von Bernard Foccroulle beim Festival d’Aix- en-Provence und begleitete die Projekte bedeutender Künstler wie Katie Mitchell, Peter Sellars, George Benjamin oder Esa-Pekka Salonen.
Im Jahr 2015 wurde sie Programmdirektorin des Orchestre de chambre de Paris. Gemeinsam mit dem Generaldirektor Nicolas Drouin verfolgt sie eine ambitionierte künstlerische Ausrichtung. Sie setzt sich für das Thema kulturelle Rechte ein, indem sie interdisziplinäre Aufführungen für benachteiligte Zielgruppen organisiert, und engagiert sich gemeinsam mit den 43 festangestellten Musikern für die Gleichstellung der Geschlechter, insbesondere durch die Einrichtung von Akademien für junge Komponistinnen.
Im Jahr 2022 bereitet sie gemeinsam mit Louis Langrée eine gemeinsame Kandidatur für die Leitung des Théatre national de l’Opéra-Comique vor. Als künstlerische Leiterin gestaltet sie an seiner Seite das Programm des Hauses, ist für die strategische Steuerung der künstlerischen und kulturellen Aktivitäten zuständig, koordiniert deren Umsetzung mit den Produktionsteams und leitet eine neue Akademie. Dabei ist sie dazu angehalten, neue Produktionsmodelle für die Oper zu erforschen: Projekte mit starker sozialer und ökologischer Dimension zu konzipieren, die Opéra-Comique durch ein solides Partnernetzwerk international bekannt zu machen und nach Künstlern zu suchen, deren Sichtweise das Operngenre für ein Publikum von heute und morgen zum Klingen bringen kann.