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Die Truppe

Zum Ballett gehören 32 fest engagierte Künstler aus aller Welt, die über eine solide akademische Grundausbildung verfügen und die unterschiedlichsten Stile von Grund auf beherrschen.

Das Ballett der Opéra national du Rhin, das 1972 unter dem Namen "Ballet du Rhin" gegründet wurde, ist bereits viel herumgereist. 1974 zog es von Straßburg in seine neuen Räumlichkeiten in Mulhouse. Anschließend ging das Ensemble als anerkannter Botschafter des Tanzes im Elsass, in Frankreich und in der ganzen Welt auf Tournee, zunächst unter der Leitung von Jean Babilée, dann von Denis Carey, Peter Van Dyk, Jean Sarelli, Jean-Paul Gravier, Bertrand d'At, Ivan Cavallari und heute Bruno Bouché. Sie alle haben durch ihre Persönlichkeit und ihre künstlerischen Entscheidungen dazu beigetragen, dass das Know-how und die Qualität der Truppe allgemeine Anerkennung finden. Das Ballett der Opéra national du Rhin ist eines der wenigen französischen Ensembles, das von barock bis modern und von klassisch bis zeitgenössisch sämtliche Tanzstile beherrscht. Davon zeugt nicht zuletzt die lange Liste der Choreografen, von Bournonville über Balanchine, Kylian, Béjart, Forsythe und Lucinda Childs bis Heinz Spoerli. Sein Repertoire umfasst Werke wie La Sylphide oder Giselle, aber auch ausgefallene Versionen großer Klassiker wie Romeo und Julia, Don Quixote, Der Nussknacker oder Coppélia, Werke der bedeutendsten Choreografen des 20. Jahrhunderts und Auftragsarbeiten bei jungen und erfahrenen Choreografen. Zum Ballett gehören 33 fest engagierte Künstler aus aller Welt, die über eine solide akademische Grundausbildung verfügen und die unterschiedlichsten Stile von Grund auf beherrschen.

Tanz mit Spaβ und Gefühl

Das Ballett der Opéra national du Rhin, das seit 1985 als "Centre Chorégraphique National" anerkannt ist, will dem Publikum umfassende Einblicke in die Welt des Tanzes bieten, und zwar sowohl durch lebendige, zeitgenössische Aufführungen großer Werke des klassischen Repertoires als auch durch Neukreationen. Hierdurch sollen die Vielfalt, der Reichtum und die unerschöpfliche Vitalität der Kunstgattung "Tanz" verdeutlicht werden. Das Ensemble unternimmt Tourneen in Frankreich und im Ausland und hat daneben maßgeblichen Anteil am choreografischen Geschehen in Straßburg, Mulhouse, Colmar und der gesamten Region, um das Publikum für alle Stile und tänzerischen Ausdrucksformen zu öffnen. Tanz bringt Energie und Lebensfreude zum Ausdruck, an denen der Zuschauer teilhaben soll. Nicht Alter oder Geschichte eines Balletts sind wichtig, sondern der Spaß und die Gefühle, die es vermittelt. Darüber hinaus bietet das Ballett der Opéra national du Rhin eine Reihe von Sensibilisierungsmaßnahmen für verschiedene Zuschauergruppen an, um den Tanz und seine lange Geschichte besser bekannt zu machen und die Neugier darauf zu wecken. Ziel ist es, möglichst viele Menschen zum Besuch von Tanzaufführungen aller Epochen und Stile anzuregen.

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Bruno Bouché

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Künstlerischer Leiter

Bruno Bouché trat 1989 in die Tanzschule der Pariser Oper ein. 1996 wurde er mit dem Rang „Quadrille“ im Ballettensemble der Pariser Oper engagiert. Im Januar 1999 stieg er zum Rang „Coryphée“ und 2002 zum „Sujet“ auf. Er tanzte unter anderem in Stücken von George Balanchine, Pina Bausch, Maurice Béjart, Kader Belarbi, William Forsythe, Jiří Kylián, Rudolf Noureev, Marius Petipa, Roland Petit, Angelin Preljocaj, Laura Scozzi und Saburo Teshigawara. Neben seiner Tätigkeit an der Pariser Oper wurde er oft eingeladen, in den Gruppen der Solotänzer zu arbeiten, sei es in Europa, den USA oder Japan.

Seit 1999 ist Bruno Bouché künstlerischer Leiter von „Incidence Chorégraphique“, das die choreografischen Arbeiten von Tänzern und Tänzerinnen der Pariser Oper (wie José Martinez und Nicolas Paul) produziert. Diese werden regelmäßig in Frankreich, Spanien, Italien, Japan sowie unlängst auch in Israel (im Suzanne Dellal Center in Tel Aviv und beim Karmiel Dance Festival) und in der Türkei (an der Oper und im Centre Culturel Français in Istanbul) aufgeführt.

Seit 2003 kreiert Bruno Bouché eigene Choreografien, darunter Bless – ainsi soit IL (2010, Suzanne Dellal Theater Tel Aviv), Elegie (2011, mit David Grimal und seinem Orchester Les Dissonances), Nous ne cesserons pas (2011, Stiftung Georges Cziffra) und From the Human Body (2012, Théâtre de Fontainebleau). Bei der Veranstaltung „Percussions et Danse“ an der Pariser Oper präsentierte er 2013 im Palais Garnier SOI- Ătman und Music for Pieces of Wood. 2014 stellte er ebenfalls im Palais Garnier im Rahmen von „Musique et Danse“ Yourodivy vor. Bruno Bouché arbeitete ferner mit dem Künstler JR an dessen Film Les Bosquets sowie bei einem Fotoshooting mit Tänzern auf dem Dach des Palais Garnier. Im März 2015 wurden im Palais Garnier seine Choreografien Amores 4 und Dance Musique 3-2-1 uraufgeführt. Bei der Israel Tour 2015 zeigte er Between light and nowhere im Suzanne Dellal Theater in Tel Aviv.

2013 übernahm Bruno Bouché die künstlerische Leitung des Festivals „Les Synodales“ in Sens sowie des Tanzprogramms des dortigen Stadttheaters und des Choreografie-Wettbewerbs für junge Kompanien im Bereich zeitgenössischer Tanz. 2014-15 leitete er, unterstützt von Laura Gédin, das Choreografie-Projekt des Programms „Dix moi d’école et d’Opéra“ und führte zum Abschluss eines Workshops mit Schülern einer 6. Klasse im Großraum Paris das Ballet Ça manque d’amour auf. In der Saison 2015-16 beteiligte er sich auf Wunsch von Benjamin Millepied an der ersten Choreografie-Akademie der Pariser Oper. Im Juli 2016 wurde Bruno Bouché zum Direktor des CCN/Balletts der OnR ernannt, ein Posten, den er im September 2017 offiziell antritt.

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Das Ballett der Opéra national du Rhin in Schlüsseldaten

1972

Gründung des kommunalen Zweckverbands „Opéra du Rhin" durch die Städte Straßburg, Mulhouse und Colmar. Das Ballettensemble der Oper ist in Straßburg angesiedelt und erhält den Namen „Ballet du Rhin". Jean Babilée ist sein erster künstlerischer Leiter.

1974

Umzug der Truppe nach Mulhouse. Peter Van Dyk wird zum Direktor ernannt. Seine Nachfolger sind Jean Sarelli (1978), Jean-Paul Gravier (1990), Bertrand d'At (1997), Ivan Cavallari (2013) und heute Bruno Bouché.

1985

Das Ballet du Rhin erhält das Label „Centre Chorégraphique National".
Es ist heute das einzige CCN, das innerhalb eines Opernhauses angesiedelt ist.

1998

Die Opéra du Rhin wird „Opéra national" und das Ballet du Rhin wird in „Ballet de l'Opéra national du Rhin" umbenannt.

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Das CCN

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Centre Chorégraphique National

Das vom französischen Kulturministerium vergebene Label „Centre Chorégraphique National" betrifft künstlerische Einrichtungen, die jeweils von einem herausragenden Choreografen geleitet werden und durch ihr charakteristisches Profil die Vielfalt an tänzerischen Ausdrucksformen, Stilen und Schaffensweisen im gegenwärtigen kulturellen Kontext in Frankreich verkörpern. Die 19 Einrichtungen verwirklichen unterschiedliche Projekte, in deren Mittelpunkt das choreografische Schaffen steht, aber auch die Entfaltung des Repertoires, die Verbreitung von Produktionen, das Teilen von Ressourcen („Accueil Studio") sowie Förderung und Ausbildung im Bereich der Choreografie. Öffentliche Auftraggeber sind der Staat und die Gebietskörperschaften; die Finanzierung erfolgt im Rahmen der Raumplanung und der Politik zur Förderung des Tanzes. Ziel ist es, den Künstlern geeignete Räumlichkeiten und die erforderlichen Mittel für ihre Arbeit zur Verfügung zu stellen. Das Ballett der Opéra national du Rhin erhielt das Label „Centre Chorégraphique National" im Jahr 1985 und nimmt innerhalb dieses Netzwerks eine Sonderstellung ein: Als einziges CCN ist es innerhalb eines Opernhauses angesiedelt. Die Auftraggeber haben diese Entscheidung getroffen, um Repertoireballetten und neoklassischem Tanz zu mehr Anerkennung zu verhelfen sowie den Wettbewerb und Austausch mit zeitgenössischen Balletttruppen zu fördern. Jedes Zentrum verwirklicht Aufführungen und sorgt für deren Verbreitung in seiner Region, aber auch im restlichen Frankreich und im Ausland. Die Zentren pflegen jeweils ihr spezifisches Repertoire und entwickeln zugleich innovative Projekte auf dem Gebiet des Tanzes.


Das programm : Ressourcen teilen

Seit 1998 führen die CCN im Auftrag des Bereichs Musik und Tanz des französischen Kulturministeriums das Programm „Accueil Studio" durch, das unabhängigen Balletttruppen Unterstützung bietet. Ziel ist es, den ausgewählten Ensembles durch materielle und/oder finanzielle Hilfe (Bereitstellen von Studios, Beteiligung an Koproduktionen) professionelle Arbeitsbedingungen zu ermöglichen, die Gelegenheit zu Kontakt und Austausch zu bieten und die Verwirklichung innovativer künstlerischer Projekte zu fördern. Die CCN werden dadurch zu wahren Ressourcenzentren für das choreografische Schaffen in Frankreich. Jedes CCN verfügt über ein bestimmtes Budget, mit dem es die Projekte der gewählten Ensembles oder Choreografen verwirklichen hilft. Das Ballett der Opéra national du Rhin beteiligt sich seit 2001 an dieser Politik. Es hat bereits die Arbeit von Choreografen aus dem Elsass und aus ganz Frankreich gefördert. Das Programm trägt zur Entwicklung des Tanzes bei, indem es die Durchführung von Projekten ermöglicht, aber auch die Entstehung von Begegnungen und Partnerschaften.


2018 bis 2019, Das Ballet OnR - CCN unterstützt:
  • Harris Gkekas
  • Cie Strates (via le réseau Grand Luxe)
  • Caroline Allaire – Cie KHZ
  • Bruno Benne – Cie Beaux-Champs
  • Olga Mesa & Francisco Ruiz De Infante – Cie Hors Champs
  • Gilles Baron – Association Origami Cie Gilles Baron
  • Vania Vaneau – Cie Arrangement provisoire
  • Mathieu Desseigne, Sylvain Bouillet & Lucien Reynès – Cie Naïf Production
  • Raphaël Cottin – Cie la Poétique des Signes
  • Catherine Diverrès – Association d’Octobre Cie Catherine Diverrès
  • Ezio Schiavulli – Cie EZ3 (via le réseau Grand Luxe)
  • Vidal Bini – Cie KHZ (via le réseau Grand Luxe)
  • Marino Vanna – Cie Marino Vanna
  • Sarah Crépin & Etienne Cuppens – Cie La BaZooKa
  • Laurent Goldring – Cie Goldring-Productions
  • Gilles Schamber – Cie Gilschamber Asso Tanz
  • Edouard Hue – Beaver Dam Company
  • Etienne Rochefort – Cie 1 des Si
  • Claire Durand-Drouhin – Cie Traction
  • Baptiste Hilbert & Catarina Calçada Barbosa – Cie Awa As We Are

Partnerschaft mit Accueil Studio :
  • ADIAM67 – Strasbourg
  • Agence Culturel d’Alsace – Sélestat
  • Bataville Fabrique Autonome des Acteurs - Moussey
  • CCN Ballet de Lorraine – Nancy
  • Centre Europe – Colmar
  • Espace 110 – Illzach
  • Espace Athic – Obernai
  • Espace Tival, CREA – Kingersheim
  • La Filature Scène nationale – Mulhouse
  • MAC Relais Culturel – Bischwiller
  • Le Manège Scène nationale - Reims
  • Pôle Sud CDCN – Strasbourg
  • Théâtre La Coupole – Saint-Louis
  • Théâtre du Marché aux grains – Bouxwiller
  • Théâtre Le Triangle – Huningue
  • Tréteaux de Haute Alsace - Mulhouse
  • TJP CDN – Strasbourg
  • Viadanse CCN de Franche-Comté – Belfort

Kontakt

Pasquale Nocera • +33 (0)3 89 45 94 14 • pnocera@onr.fr


Die Solisten

Die Tänzer

Die Tanzer