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Opéra National du Rhin - Opéra d'Europe - Strasbourg - Colmar - Mulhouse


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Prelude - Présentation par Bruno Bouche
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Eva Kleinitz

 

Eva Kleinitz wurde in Langenhagen bei Hannover geboren. Sie studierte Musikwissenschaft, Entwicklungspsychologie und italienische Literaturwissenschaft an der Universität des Saarlandes.  Sie schrieb ihre Magisterarbeit über die Oper „Francesca da Rimini“ von Riccardo Zandonai und erhielt ihr Diplom im Sommersemester 1998.
Ab 1991 war sie regelmäßig als Regieassistentin und Spielleiterin tätig, beispielsweise bei den Bregenzer Festspielen sowie an Theatern und Opernhäusern in Klagenfurt, Avignon, Nîmes, Paris, Straßburg, Spoleto, Köln und Schwetzingen. Sie arbeitete mit Regisseuren wie Daniele Abbado, Philippe Arlaud, Götz Friedrich, David Pountney und Jérôme Savary.
Im Rahmen ihres Engagements im künstlerischen Betriebsbüro der Bregenzer Festspiele übernahm sie ab 1998 die Projektleitung von „Oper am See“ und „Oper im Festspielhaus“ sowie die Verantwortung für Casting, Dramaturgie, Vertragswesen, Opernworkshop und Programmheftredaktion. 2000 wurde Eva Kleinitz Leiterin des künstlerischen Betriebsbüros und Persönliche Referentin des Intendanten Alfred Wopmann (bis 2003). 2003-2006 war sie als Operndirektorin und stellvertretende Intendantin der Bregenzer Festspiele sowie als Prokuristin unter dem neuen künstlerischen Leiter David Pountney tätig.
Zu dieser Zeit arbeitete sie mit Regisseuren wie Robert Carsen, Francesca Zambello und Phyllida Lloyd sowie mit namhaften Dirigenten, darunter Sylvain Cambreling, Fabio Luisi, Yakov Kreizberg, Vladimir Fedoseyev, Ulf Schirmer und Marcello Viotti.


Von 2006 bis 2010 übernahm Eva Kleinitz die Direktion für Künstlerische Planung und Produktion an der Brüsseler Oper La Monnaie / De Munt  (deren Intendant seit der Spielzeit 2007/08 Peter de Caluwe ist). Sie war Künstlerische Referentin des Intendanten und Mitglied der Leitung der Brüsseler Oper. In dieser Eigenschaft arbeitete Eva Kleinitz mit den Regisseuren Pierre Audi, Robert Carsen, Deborah Warner und Krzysztof Warlikowski, den Dirigenten René Jacobs, Hartmut Haenchen, Marc Minkowski, Kazushi Ono, Marc Soustrot, Carlo Rizzi, Christophe Rousset und Jérémie Rhorer sowie den Choreografen Sidi Larbi Cherkaoui, Akram Khan, Anne Teresa de Keersmaeker und Sasha Waltz.

In den Spielzeiten 2011/12 bis 2016/17 war Eva Kleinitz Operndirektorin und Stellvertretende Intendantin im Leitungsteam der Oper Stuttgart (Intendant Jossi Wieler, Generalmusikdirektor Sylvain Cambreling, Chefdramaturg Sergio Morabito).
Sie arbeitete dort mit Dirigenten wie Giuliano Carella, Teodor Currentzis, Gabriele Ferro, Hartmut Haenchen, Marko Letonja, Daniele Rustioni, Michael Schønwandt, Marc Soustrot und dem amtierenden Generalmusikdirektor Sylvain Cambreling sowie mit den Regisseuren Andrea Breth, Calixto Bieito, Andrea Moses, Peter Konwitschny und Kirill Serebrennikov, aber auch Jossi Wieler und Sergio Morabito von der Oper Stuttgart. Neben diversen anderen Auszeichnungen wird die Oper Stuttgart für die Saison 2015/16 von der internationalen Jury der Zeitschrift „opernwelt“ zum „Opernhaus des Jahres“ gewählt.
Im Oktober 2013 wurde Eva Kleinitz beim Herbstkongress in Wexford/Irland als erste Frau und erste Deutsche zur Präsidentin von Opera Europa gewählt, die Position bekleidete sie turnusmäßig bis Mai 2017.
Seit 2005 wird sie regelmäßig an die Showa University of Music in Shinjurigaoka, Präfektur Kanagawa, in Japan eingeladen, um zu unterrichten und Workshops zu leiten, seit 2011 lehrt sie regelmäßig an der Accademia alla Scala in Mailand.


Von Januar 2015 bis Mai 2017 war sie Mitglied der „Editorial Group“ der Opernwebsite The Opera Platform, ein gemeinsames Projekt von Opera Europa und dem Fernsehsender ARTE mit Unterstützung der Europäischen Union.

Darüber hinaus ist sie regelmäßiger Gast bei internationalen Gesangswettbewerben, wie z.B. bei der Paris Opera Competition, dem Aslico Wettbewerb in Como, beim Concorso Lirico Internazionale di Portofino etc.


Am 31. März 2016 wurde Eva Kleinitz einstimmig zur Generalintendantin der Opéra national du Rhin berufen, und zwar ab dem 1. September 2017. Es handelt sich um eine gemeinsame Entscheidung des französischen Staates, der Städte Straßburg, Mulhouse und Colmar und der Region Elsass/ Champagne-Ardennen/Lothringen. Am 1. September 2017 trat sie die Nachfolge von Marc Clémeur an, der ab dem 1. September 2009 an der Opéra national du Rhin tätig war.




> photos Klara Beck